Wir sind wir. Das war das, was sie immer gesagt haben. Wir sind wir und wir tun, was wir wollen.
Jetzt ist es so weit. Sie können nicht mehr tun, was sie wollen. Das Volk kann sehen. Es sieht, was sie alles getan haben. Damit ist klar. Man kann sie nicht mehr wollen.
Sie gehen. Sie sind nicht mehr gewünscht. Ihr Leben hat eine Wendung genommen. Präsidenten gehen. Parteien gehen. Menschen aus dem Volk übernehmen.
Man kann sich das als Volk nur schwer vorstellen. Auch schwer vorstellbar ist, dass es ohne großes Blutvergießen stattfindet. Ihr Abgang.
Sie gehen einfach. Sind nicht mehr da. Nein, sie sind da und zeigen, was sie getan haben. Sie wissen jedes Detail. Nein, das wissen sie nicht, aber viel. Man kann sie alle finden, die mitgetan haben. Schritt für Schritt findet man sie. Dann kann man fragen. Alles fragen was sie wie und wann getan haben.
Sie wollen es. Sie sind froh, dass es vorbei ist. Man kann sich nicht vorstellen, was sie alles tun mussten im System.
Das System war brutal. Du lieferst. Dann bekommt ihr. Lieferst du nicht, bekommt ihr nichts. Nichts um eure Programme zu finanzieren. Ihr wollt doch die Partei aufbauen. Gut, dann lasst uns sprechen. Wir zahlen. Ihr nehmt. Wir nehmen dann von dem, was ihr so habt.
Nicht ihr habt, das ist klar, aber ihr habt dann Zugang zu den Töpfen. Die Töpfe wollen wir. Weltweit wollen wir alle Töpfe. Dann könnt ihr bekommen, was ihr wollt. Wir haben genug. Wir sind sehr reich. Nein, wir wollen Geld verdienen. Immer mehr Geld verdienen. Ihr bekommt für alles etwas. Wir aber sehr viel. Die Töpfe eben.
Sie sind uns wichtig. Ihr könnt dafür viel haben. Wir sind auch nicht zimperlich, wenn ihr etwas mehr haben wollt. Nein, das wollen wir nicht. Ihr willigt ein und wir sind dann da. Ihr müsst dann tun.
Das haben viele nicht begriffen, was das heißt. Sie sind zu weit gegangen. Sie haben bei allem mitgemacht, was man so wollte. Sie haben auch ein Leben geführt, das man auch wollte. Man konnte dann viel damit tun. Mit was? Mit dem, was man über sie wusste. Viel wusste man, das gehörte dazu. Man muss über Menschen Bescheid wissen, mit denen man zu tun hat. Umso mehr man über sie weiß, umso leichter ist es, sie dazu zu bringen, weiterzugehen. Immer weiter zu gehen und immer mehr mitzumachen. Heißt: „Sie tun und wir verlangen.“
So ist die Geschichte derer, die mitmachten. Begonnen haben und nie mehr aufhören konnten. Sie sind jetzt alle da. Nein, viele sind schon verstorben. Sie können nichts mehr sagen. Dokumente tun es aber. Dokumente sind da und sagen, was war. Man kann sie finden. Dort finden, wo man sie versteckt hat. Man musste sie gut verstecken, weil sonst wären sie vielleicht einmal ans Licht gekommen.
Jetzt sind sie im Licht. Man kann sie finden. In den Archiven sind sie natürlich. Man muss nur die Archive finden, in denen sie sind. Das wird geschehen. Dann geschehen, wenn alles im Licht ist. Sie wollen dann erklären. Ja und das auch: „Sie wollen sagen, was im Detail war, damit auch klar wird, wie groß der Druck auf sie war.“
Auf alle war. Sie waren alle unter Druck. Unter gewaltigem Druck. Man konnte nicht anders. Man musste. Man musste ständig. Man war Teil. Man war ein wichtiger Teil, dann musste man auch mehr.
Geh du, und sei. So klang es immer. Man wollte mehr. Gut, man hatte mehr zu liefern. Man konnte nicht mehr. Dann ging man. Nein, man wollte nicht gehen, aber etwas anderes tun. Ja, das war vielleicht möglich, dann, wenn man dort, wo man neu war, auch etwas tat. Man bekam dann einen Posten, wenn man weitertat, was man wollte.
Sie gingen einfach immer weiter. Ihre Bosse. Sie wussten Bescheid über die, die da waren und taten. Ganz oben taten. Sie waren die, die man am meisten unter Druck setzte. Nein das nicht. Sie waren gut. Man musste sie pflegen. Man konnte ja die anderen unter Druck setzen, die da waren und mussten, weil sie einmal mitgemacht hatten. Das taten die Big Bosses für sie. Die, die das System anführten.
Bosse waren sie. Nicht Menschen, die führten. Sie waren da und taten, wie man mit ihnen tat. Sie wollten zeigen: „Ich kann viel. Ich bin viel. Ich bin auch der, der über dein Leben entscheiden kann. Sei vorsichtig, ich bin da und dann kannst du nicht mehr, wenn ich nicht mehr will.“
So wie ihnen geschah, das wussten sie auch, dass ihnen das auch so geschehen konnte, so taten sie es mit ihren Menschen. Menschen waren sie eigentlich nur insofern für sie, als sie nützten. Sie nützten viel, dann waren sie näher. Sie nützten wenig, dann waren sie sehr weit entfernt. Man brauchte sie und damit basta.
So klang es nicht, wenn sie sprachen. Nein, so klang es sehr oft. Sie zeigten dann ihr wahres Gesicht, wenn es nicht ging. Das, was sie wollten.
Jetzt noch etwas. Die Geschichte über sie geht weiter. Nein, sie sind jetzt einfach nicht mehr das, was sie waren. Man zeigt sie? Nein, man zeigt nicht viel von ihnen. Man spricht mit ihnen und sie wissen, ich bin jetzt der, der zeigen muss. Ich muss zeigen, und bin auch verpflichtet zu zeigen. Warum?
Ich war verantwortlich. Ich muss jetzt zeigen, was ich getan habe. Viel. Dann muss ich viel zeigen. Jedenfalls alles, was ich zu verantworten hatte. Viel, dann ist viel zu zeigen. Dann muss viel herhalten. Ja, dann muss viel herhalten, auch das, was ich widerrechtlich genommen habe für das, was ich getan habe.
Ordnung kehrt ein. Man muss Verantwortung übernehmen. Das ist der erste Teil der Geschichte, die hier jetzt stehen wird.
All das, was sein wird, wenn alles nicht mehr ist.
Das ist jetzt dann, wenn die letzten Zuckungen des Systems da sind. Die letzten Zuckungen, heißt: „Wenn es dann schließlich zusammenbricht, das System, das nicht sein konnte, weil Menschen es in allem überzogen haben. Gier war das. Gier, die immer mehr Platz gegriffen hat. Überall Platz gegriffen hat und Menschen nicht mehr hat sein lassen.“
Wenn das System jetzt geht, dann ist das gut. Man ist dann nicht mehr. Man ist nicht mehr das, was man war. Man kann jetzt sein, was man ist. Ein Mensch, der seine Verantwortung wahrnimmt. Alles tut, was notwendig ist, dass klar wird, was im System verloren gegangen ist.
Verloren gegangen ist durch all die Maßnahmen, die Menschen getroffen haben, um für die zu sein, die sie zu all dem veranlasst haben. Nein, die ihnen etwas gezeigt haben, wie sie an die Macht kommen können.
Macht und Geld war schließlich das, was Menschen dorthin trieb, wo sie sich nie hätten hintreiben lassen sollen. In die Arme derer, die sie nie mehr losließen und sie benützten für all das, was sie wollten.
Sie gingen mit ihnen. Sie sind jetzt weg, diejenigen, die sie in die Arme nahmen. Nicht, weil sie Menschen wollten, sondern weil sie Menschen wollten, die taten, was sie wollten. Alles.
Damit zeigt sich, was das Wichtigste ist: „Lass nie gehen, was das Wichtigste ist. Lass nie gehen, was dein Leben ausmacht. Lass nie gehen, was dich auch am Leben erhält. Lass nie gehen, was für dich nicht verhandelbar ist. Lass nie gehen, was dir sonst dein Leben nicht mehr geben kann. Lass nie gehen, was dir das Wichtigste ist.“
Dein Leben.
Dein Leben geht, wenn du nicht der Ordnung verpflichtet bist, für die du die Verantwortung übernommen hast.