Du hast einen hohen PSA-Wert, sagt der Arzt. Was?
Ja, dein PSA-Wert ist erhöht. Nicht gut, er ist über der Norm. Heißt: „Wir müssen tun.“ Was?
Etwas? Gut, dann tun wir.
Keine Frage nach dem Warum. Warum der Wert nicht gut ist. Der PSA-Wert ist für einige Menschen nicht das, was sie für aussagekräftig halten. Er ist ein sogenannter Tumor-Marker. Er zeigt etwas. Etwas, was ein Hinweis sein kann, dass mit der Prostata etwas nicht stimmt. Das kann sein. Mehr ist es aber nicht. Das kann man nachlesen, wenn man will.
Es gibt also einen Wert. Einen Wert, der etwas zeigt. Das kann gut sein. Der Wert ist unter der Norm. Der Wert ist höher als die Norm, dann muss da etwas sein. Nein. Es muss nicht etwas sein. Es ist da etwas, was nicht der Norm entspricht. Man muss das so sagen, der Wert zeigt ja nur eine Normabweichung. Wenn das so ist, dann muss man sich auch fragen, ist die Norm wirklich das, was für die Prostata entscheidend ist.
Entscheidend ist jetzt einmal, es gibt einen Wert, der nicht gut ist. Dann ist Feuer am Dach. Nein das nicht, aber man ist beunruhigt. Wenn man nicht schon im Stress ist, dann ist man jedenfalls beunruhigt. Es ist da etwas. Man weiß nicht was.
Nein, man weiß schon. Es ist die Prostata. Sie ist vergrößert. Das ist nicht gut. Warum?
Sie versperrt den Weg. Welchen Weg?
Den Weg, den der Harn nimmt. Den Harn, der von den Nieren kommt. Die Nieren bringen den Harn über die Harnleiter in die Blase. So ist der Weg.
Auf diesem Weg muss der Harn, der über die Harnleiter kommt, auch an der Prostata vorbei.
Das heißt: „Die Prostata bekommt plötzlich eine Wichtigkeit. Warum? Weil sie zum Hindernis werden kann. Für was? Für den Harnfluss.“
Mensch – stell dir das so vor: „Du hast einen Gartenschlauch und lässt Wasser in den Gartenschlauch fließen. Dann knickt der Gartenschlauch. Es kommt plötzlich nur noch wenig Wasser durch oder je nachdem wie stark der Gartenschlauch geknickt ist, kommt überhaupt kein Wasser mehr durch.“
Was ist dann?
Du musst dich um den Gartenschlauch kümmern, wenn du Wasser willst.
Kümmerst du dich um die Prostata? In der Regel nein. Sie ist jetzt aber vergrößert. Was tust du jetzt?
Ich nichts. Der Doktor tut. Was?
Er kümmert sich um deine Prostata. Wie? Er macht einen Fingertest. Tastet ab. Stellt fest, die Prostata ist vergrößert. Gut, und jetzt?
Wenn der PSA-Wert schon da ist, dann weiß man in der Regel schon, da stimmt etwas nicht. Wenn der Doktor dann beim Abtasten der Prostata über das After auch noch feststellt, daß die Prostata vergrößert ist, dann liegt vor, was der Wert zeigt: „Sie ist vergrößert.“
Sie hat tatsächlich ein Problem.
Wenn man jetzt auch noch während der Nacht oft auf die Toilette muss, der Harndrang plötzlich da ist und man auch unter Tags sehr schnell auf die Toilette springen muss um Wasser zu lassen, oder wenn man Schmerzen beim urinieren hat, dann weiß man, da ist wirklich ein Problem. Jedenfalls, man muss es abklären. Wie? Das weiß der Doktor.
Genau. So ist es. Man muss abklären, was mit der Prostata ist. Warum sie vergrößert ist.
Das kann viele Ursachen haben. Man weiß das nicht so genau. Man nimmt an, es hat mit den Zellen zu tun. Aus irgendeinem Grund vermehren sich die Zellen. Damit wird die Prostata größer. Was verursacht aber das Zellwachstum?
Zellen wachsen. Sie wachsen manchmal schnell. Dann ist etwas nicht in Ordnung. Was? Das kann viel sein. Sicher ist, sie fühlen sich nicht wohl. Warum? Das Zellbewusstsein sagt: „Da ist etwas, was mich unruhig sein lässt. Ich bin unruhig und will zeigen, ich bin damit nicht glücklich, mit dem, was ist. Was kann denn das sein? Das ist immer etwas, was der Mensch tut. Dann zeigen die Zellen mit einem beschleunigten Wachstum, dass sie nicht einverstanden sind. Sie sind unleidlich. Heißt: „Sie tun etwas, was dem Menschen Schwierigkeiten macht. Mit der Prostata zeigen sie: „Du verhältst dich so wie jemand, der ständig unter Druck ist. Unter Druck in Bezug auf mit etwas fertig werden. Unter Druck, weil du glaubst, mit etwas fertig werden zu müssen. Unter Druck, weil du denkst, ich muss jetzt liefern. Unter Druck, weil du denkst, jetzt oder nie. Jedenfalls dreht sich viel darum, dass jetzt etwas geschehen muss.“
Die Prostata will das nicht. Sie will langsam. Sie will so, dass da kein Druck ist. Druck ist für die Prostata ein Gräuel. Sie zeigt das auch. Sie ist dann unleidlich, wenn etwas aus dem Gleis läuft. Gleis steht für: „Wenn der Mensch nicht aufhören will mit dem, wie er etwas tut. Er tut etwas immer auf die gleiche Weise. Er will nichts ändern. Er sieht nicht, dass das, was er tut, nicht gut für ihn ist.“
Gut, wie soll er denn tun?
Langsam. Ohne Druck. Mit Hingabe. Was? Was ist Hingabe?
Hingabe ist sehr wichtig. Man kann sich nicht vorstellen, wie wichtig Hingabe ist. Hingabe ist viel. Man lernt dabei. Man ist dann auch glücklich, wenn man Hingabe gelebt hat. Warum?
Weil nur in der Hingabe das erlebt werden kann, was wichtig ist. Liebe. Liebe ist das Wichtigste. Nichts ist wichtiger als Liebe. Liebe kann alles. Liebe ist alles.
Das alles soll über die Prostata gelernt werden. Nein natürlich nicht. Die Prostata hilft nur dabei.
Ohne Prostata kein Orgasmus. Was, der Orgasmus ist Liebe? Nein das nicht, aber über den Orgasmus kann man Liebe kennenlernen. Liebe ist. Sie ist da. Mit oder ohne Orgasmus. Sie kann sich aber über den Orgasmus zeigen.
Menschen – die einen Orgasmus erlebt haben, der aus der Hingabe entstanden ist, wissen, was der Unterschied zwischen einem Orgasmus und einem Orgasmus der aus der Hingabe entstanden ist, ist.
Mensch – du weißt nicht viel. Nein – Mensch – du wusstest das alles. Du wusstest, wie das mit dem Orgasmus ist. Dann, wenn du dich hingegeben hast. Wenn du warst, was du bist. Ein Liebender.
Das EGO hat dich davon abgebracht. Davon abgebracht, dich hingeben zu können. Man ist, ist dir gekommen. Du bist ein Denker. Du tust, was du denkst.
Gut? Nein, damit hat alles angefangen. Hingabe, das kann nicht sein. Wer sich hingibt, gibt sich auf. Ich gebe mich nicht auf. Ich will.
Umso mehr kam – ich will – umso mehr Hingabe ging verloren. Ich will begann zu dominieren. Ich will wurde zum bestimmenden Faktor für alles. Ja, für alles.
Ich will mich durchsetzen. Sich durchsetzen zu können wird zum Wichtigsten. Man muss zeigen, dass man sich durchsetzen kann. Man muss es immer wieder zeigen. Hingabe geht. Sie kann dem nicht standhalten. Die Brutalität steigt auch. Die Brutalität mit der man sich durchsetzt. Man wird immer brutaler. Man muss. Das EGO bekommt immer mehr Platz. Egozentriker sind da. Sie setzen alles durch. Man muss wird zum Credo. Man muss wird zum geflügelten Wort. Alle müssen. Man muss auch schnell sein. Umso schneller, umso besser. Zeit wird ein Faktor. Man hat keine Zeit. Man muss schnell sein. Alles was schnell ist, ist gut. Man tut nur noch schnell. Viel auch. Schnell und viel wird immer wichtiger. Man muss so sein, sonst ist man nicht. Was? Erfolgreich.
So geschieht, was völlig gegen die Prostata läuft. EGO-Trip ist nicht gut. Die Prostata wehrt sich. Man sieht: „Sie ist heute für sehr viele Männer ein Problem. Sie zeigt: „Ihr seid nicht auf gutem Weg.“
So – und jetzt?
Zurück zur Prostata. Sie wird größer. Sie macht Probleme. Was kann man tun? Ganz einfach. Man kümmert sich um die Prostata. Gut, und wie?
Indem man sie beachtet. Gut, wie tut man das?
Man kann ihr zeigen, dass man sie beachtet. Wie?
Indem man die Hand, die nicht die Schreibhand ist, auf die Prostata legt und sie dort lässt. So lange dort lässt, bis man spürt. Was spürt? Dass der Druck geht. Männer haben oft einen Druck im Bereich, wo die Prostata gelegen ist. Dort liegt jetzt die Hand und nimmt diesen Druck. Druck entsteht, weil dort eine Energie ist, die zeigen soll, du hast ein Problem.
Und, weiter? Du wartest, bis der Druck weg ist. Dann hat die Prostata gesehen, dass du dich um sie kümmerst. Nein, das ist nicht das, um was es geht. Das, worum es geht ist, dass du den Druck zurücknimmst, der da ist. Zurücknehmen steht für: „Ich bin mir bewusst, ich bin unter Druck. Ich setze mich unter Druck.“
Mensch – glaube nicht, dass das nicht so ist. Dass du nicht unter Druck bist. Heute sind alle unter Druck. Immer.
Auch beim Sex. Dann ganz besonders. Beide sind unter Druck. Mann und Frau. Warum? Weil sie liefern müssen. Sie wollen. Sie sind beieinander. Nichts soll jetzt nicht klappen. Alles soll jetzt gut sein. Man soll es gut miteinander haben.
Das soll absolut so sein. Nichts soll das schmälern. Man hat auch seine Vorstellungen. Es soll so sein, wie man hört und sieht. Kopfkino beginnt. Alles soll möglich sein. Nichts ist unmöglich. Ich will.
Nein. So kann es nicht gut sein. Es ist nicht gut, weil es Menschen in jeder Hinsicht unter Druck setzt. Tue ich mit? Bin ich zu allem bereit? Was, wenn ich nicht bereit bin? Ist es dann noch das, was es sein soll? Bin ich dann nicht gut? Nicht sexy? Einfach langweilig? Was muss ich tun, damit es genügt? So genügt, dass beide zufrieden sind?
Nein. So kann es nicht gut sein. Das ist alles so, als ob es ein Wettrennen wäre. Jeder rennt um das, was er glaubt. Der Glaube hängt davon ab, wie viel er gesehen hat, was man so tut, damit ist, was sein soll. Befriedigung von Ansprüchen und Erwartungen.
Mensch – die Prostata kann das nicht mehr sehen. Das, was mit etwas in Zusammenhang steht, das weit entfernt ist von dem, was heute geschieht. Ein Wettrennen um Befriedigung. Nichts anderes ist es. Ein Wettrennen um Befriedigung das nie erfolgreich abgeschlossen werden kann, weil alle Beteiligten nicht bekommen, was das Wichtigste ist. Hingabe. Liebe.
Sie sind aktiv. Tun. Tun alles, damit sie etwas erleben. Das Erleben macht sie aber nicht glücklich. Vielmehr macht es sie zu Menschen, die sich nicht mehr spüren. Nicht mehr spüren, was ist.
Sie sind nicht, was sie sind. Liebende. Liebende, die sich hingeben können.
Was hat das alles mit der Prostata zu tun? Mensch – du musst nochmals nachlesen was steht – wenn du nicht gespürt hast, was der Druck mit dir macht. Der Druck, der heute auf allen Menschen lastet nur noch zu liefern. Immer und überall zu liefern. Er macht auch nicht Halt im Intimbereich der Menschen.
Damit ist klar – Mensch – der Druck nimmt dir das Leben. Die Prostata zeigt dir, dass der Druck für dich ein Problem ist. Ein großes Problem ist? Nein, das muss nicht sein.
Es kann auch nur sein, dass die Prostata dir zeigt: „Werde langsam. Sieh, was dann ist. Nimm ernst, was dir Probleme bereitet. Nimm an, dass der Druck der auf dir lastet einfach zu groß ist. Nimm an, dass du es anders tun kannst. Ohne Druck. Mit Hingabe an das, was du tust.“
Mensch – es ist viel möglich, wenn du erkennst. Erkennst, dass das, was heute ein Muss ist, nicht ist. Nicht wichtig ist. Dass du einfach sein sollst. Sein sollst und tun sollst, ohne zu müssen und ohne dich zu kasteien, wenn du etwas nicht kannst. Nicht tust, weil es nicht sein kann, dass du tust was du nicht willst.
Prostata ist. Sie ist für Männer das, was für Frauen die Menstruation ist. Beide zeigen: „Ich will nicht, was ich tue. Nein, ich will nicht, wie ich tue.“
Geh – Mensch und erkenne. Wie tue ich etwas? Tue ich es, weil ich es will, oder weil ich es muss. Glaube, es so tun zu müssen, wie ich es tue. Warum? Weil ich es immer so getan habe oder weil mir etwas in mir sagt: „Man tut es so.“
Mensch – sei Mensch. Sag einfach: „Ich will.“ Ich will es anders tun, weil so, wie ich es tue, scheint klar zu sein, dass es nicht gut ist für mich.
Mensch – sei Mensch. Sag einfach: „Ich ändere. Ich ändere alles, was nicht gut ist für mich. Wie? Ich tue einfach anders was ich tue. Ich tue es mit Liebe und Hingabe. Dann sehe ich, was geschieht.
Jetzt steht viel. Was ist jetzt aber mit der Prostata? Meine Prostata ist vergrößert. Was tue ich, damit das aufhört?
Du kannst weiterlesen. Das Thema ist: „Die Prostata kann sein, was sie ist.“
Das zeigt dir, was du tun kannst, damit deine Prostata wieder sein kann, was sie ist.